Das ZDF klärt auf… oder doch nicht?

Seit einiger Zeit schon sehe ich kein öffentlich-rechtliches Pay-TV mehr, da mir die Berichterstattung von ARD und ZDF immer mehr wie Agitation anstatt Berichterstattung und Aufklärung daher kommt. In Zettels Raum gibt es wieder ein Paradebeispiel öffentlich-rechtlicher Berichterstattung:

Gestern war es wieder einmal soweit, diesmal im heute-journal, nur noch eine Spur dramatischer: Nahrungsmittelspekulation führt – wie uns Herr Kleber aufklärte – zu höheren Preisen, damit zu mehr Hunger, der dann wiederum als „Revolutionsbeschleuniger“ „junge labile Demokratien“ gefährde. Im nachfolgenden Bericht sah der Zuschauer dann zunächst eine ägyptische Hausfrau, die – höflich formuliert – nicht eben unterernährt aussah und sich über steigende Reispreise beschwerte. Oft reiche es nur für Brot.

Woran liegen nun die steigenden Preise? Vielleicht daran, daß eine wachsende Weltbevölkerung mehr Nachfrage generiert? Daß die reicher werdende Bevölkerung in den emerging markets zunehmend höherwertige Nahrungsmittel wie Fleisch kauft? Daß immer mehr landwirtschaftliche Flächen für die Produktion von Bioethanol verwendet werden?

Beim ZDF weiß man es besser: Wir sehen die Weizenbörse in Chicago und hören, daß Spekulanten die Preise nach oben treiben.

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