Die Linke/SED war schon immer gegen Kernkraft, oder?

Die SED-Nachfolgeorganisation Die Linke spielt sich bei jeder sich nur bietenden Möglichkeit als Friedens- und Anti-Atomkraft-Partei auf. Nach dem Motto „Never waste a good crisis“ musste die Linke natürlich die Fukushima-Krise zum Anlass nehmen wieder ihr ökosozialistisches Profil zu schärfen. Selbstredend wurden die bösen Amerikaner verdammt, den Eindruck erweckt, man wäre schon seit 30 Jahren gegen Kernkraft und den sofortige Verbot der zivilen(!) wie auch militärischen Nutzung der Kernkraft gefordert, obgleich man noch vor weniger als einem Jahr ein Abkommen über einen Uran-Austausch zwischen dem Iran, Brasilien und der Türkei ausdrücklich begrüßte.

Und früher, in der guten alten, realsozialistischen Zeit, war alles auch irgendwie anders:

In der DDR gab es seit 1964 zwar eine Strahlenschutzverordnung, aber es drangen keinerlei Informationen über deren Einhaltung an die Öffentlichkeit. Die SED betonte die Umweltfreundlichkeit von Atomkraftwerken und erklärte das Sicherheitsproblem für die DDR-Atomkraftwerke als gelöst. Eine Information der Bevölkerung über Gefahren der Atomenergie fand nicht statt. Der entstandene Atommüll wurde in getarnten Eisenbahnwaggons vom Atomkraftwerk Lubmin zurück in die UdSSR transportiert. Auch nach der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 wurde keine öffentliche Diskussion über die Sicherheit der Atomkraftwerke zugelassen.
Quelle

Man war sogar so stolz auf die eigenen Kernkraftwerke, dass man die auf der Rückseite des 10-Mark-Scheins der Mark der DDR die Blockwarte des Kernkraftwerks Rheinsberg abgebildet hatte. Heute ist man mit Forderungen nach Verboten, Zwang, Regulierung und Begrenzung wieder voll dabei… das scheint die wahre Natur der SED/Die Linke zu sein.

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