In Treue fest

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-in-treue-fest_aid_629716.html

Die meisten Journalisten sympathisieren mit den Zielen der Grünen. Kein Wunder also, dass die Protestpartei zur Volkspartei hochgeschrieben wird.

Den dauerhaften Erfolg von Bündnis 90/Die Grünen und ihren augenblicklichen Höhenflug kann man ohne die Macht der Medien und die Grundhaltungen von Journalisten nicht verstehen.

Wir wissen: Nach Meinung der Bundestagsabgeordneten und der Berlin-Korrespondenten besitzen die Medien mehr Einfluss auf die Politik, als die Politik auf die Medien ausübt. Auf einer Skala von 0 („überhaupt kein Einfluss“) bis 10 („sehr großer Einfluss“) schreiben die Abgeordneten den Medien einen Einfluss von 8,18 auf die Politik zu. Die Journalisten schätzen ihn mit 7,04 ähnlich groß ein. Dagegen sehen Abgeordnete und Journalisten einen Einfluss der Politik auf die Medien von nur 5,32 beziehungsweise 6,20.

Wem kommt der Einfluss der Medien zugute? Bei der letzten Repräsentativbefragung von Journalisten anno 2005 erklärten 34 Prozent, sie stünden den Grünen nahe, 25 Prozent nannten die SPD. Berücksichtigt man nur jene, die eine Parteineigung nannten, bekannten sich satte 76 Prozent zu den beiden Parteien, die den Ausstieg aus der Kernenergie vereinbart haben.

Das erklärt einiges, z.B. warum ich mich kaum noch deutscher Medien bediene, wenn ich mich informieren will. Kritische Medien… ein Traum.

Weitere Quellen:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689525.html

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Eine Antwort zu In Treue fest

  1. multiverus schreibt:

    @tr
    Danke tr, gut aufgepasst! Dass die Journaille derartigen Einfluss hat, überrascht (wahrscheinlich nicht nur) mich wenig. Man kann Prof. Kepplinger nur danken.

    Eigentlich verdient ja die Untersuchung von Prof. Kepplinger – aus gesellschaftlicher Sicht – jene Resonanz, welche Rahmstorfs zum x-ten mal in neuem Gewand aufgelegte Meeresspiegel-Katastrophen-Message findet (oh no … not again!). Es ist doch wieder das prinzipiell gleiche, interessengeleitete Propagandageschwafel. Und dennoch ein Widerhall sondersgleichen: hier bei oekologismus, bei Klimaskeptiker, EIKE, oekowatch, ScienceScepticalBlog, Achse des Guten, WUWT, 2xReadersEdition, Spiegel, Zeit, … (?).

    Und Kepplinger? Findet gerade mal hier (danke tr) und im Focus Resonanz. Naja, nicht ganz:

    Laut dieser Quelle stößt der Berliner Journalistik-Professor Wolfgang Stock ins gleiche Horn. Es soll sogar „eine aktuellere Studie der Berliner Professorin Margreth Lünenborg [geben], die im letzten Jahr Politik-Journalisten befragt hatte“.

    Und auch die Friedrich-Naumann-Stiftung hat was anzubieten: Journalisten als Steigbügelhalter der Grünen

    Website von Prof. Kepplingern

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