Ökoterror – Die Gegner der grünen Gentechnik werden gewalttätig

Zerstörtes Genmais-Feld im bayrischen Ort Düllstadt.

Es ist fast ein Ritual: Auf die Aussaat folgt der Angriff. Wann immer jemand in Deutschland gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut, werden Felder zerstört. Gentechnikgegner reißen Getreide und Kartoffeln aus der Erde oder zertrampeln den Acker. Sie zerstören damit nicht nur einen Teil der Ernte oder ein paar Quadratmeter Anbaufläche: Weil die meisten Aussaaten offene wissenschaftliche Fragen beantworten sollen, vernichten die Aktionen die Arbeit von Jahren. Anfang vergangener Woche wurden in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zwei Versuchsstandorte zerstört. Der Schaden wird auf jeweils 250.000 Euro geschätzt.

Diesmal nahm die Auseinandersetzung jedoch eine neue, eine gewalttätige Dimension an. Die Angreifer waren vermummt und bewaffnet. Sie drohten den Sicherheitskräften am Feldrand mit körperlicher Gewalt, erzwangen die Herausgabe von Handys und Akten. Die Anzeige lautet nicht nur auf Landfriedensbruch und Sachbeschädigung, sondern auf räuberische Erpressung.

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2 Antworten zu Ökoterror – Die Gegner der grünen Gentechnik werden gewalttätig

  1. Bibliothekar schreibt:

    Liest man die Kommentare unter dem Zeit-Artikel, kommt man eher zu dem Eindruck, daß es den Feldzerstörern und den jetzt dafür Beifall Klatschenden, überhaupt nicht um die Grüne Gentechnik geht.
    Es geht gegen böse Konzerne, die selbst unsere Lebensmittel monopolisieren wollen, uns ihrem Profitgierdiktat unterwerfen und uns Produkte, die wir nicht brauchen aufdrängen wollen.
    Der Hauptfeind sitzt natürlich wieder in Amerika, obwohl Monsanto nur einen weltwieten Anteil von ca.17% hat. Warum ruft den BASF und Syngenta nicht die selbe Abscheu hervor. Klar manches Gebaren von Monsanto ist kritikwürdig, aber muß man deshalb die Grüne Gentechnik an sich verdammen? Sollten die staatlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten durch solche Sturmaktionen die Forschungen zur Grünen Gentechnik einstellen, wurde das diesen Monopolisierungsprozess nur unterstützen.

    Wie beim Schottern des Castor-Transportes waren und sind millitante Linksextreme an der vordersten Front bei solchen Aktionen und wurden ausgiebig auf Seiten wie IndyMedia und in der Szene gefeiert. Selbst in den Prozessen wurden dann die „Helden“ gefeiert und die Kläger übelst diffamiert. Den Gerichtsgebäuden wurde schnell mal eine extreme Scheibenreinigung zur Belüftung oder gar eine Intensivbeheizung angedroht. Hier wurde laut geklatscht.

    Leisere aber ebenso unterstützende Töne kommen auch stets aus der Bionade-Biedermeier-Fraktion benebelter Ökos, die vielfach um die einzigartige Stellung ihrer Bioprodukte fürchtet und „genfrei“ stets als Gütesigel propagierte und propagiert. Hier kann man sich eine „Verunreinigung“ einfach nicht leisten. An den überhöhten Preis knüpft der Kunde auch überhöhte Ansprüche. Da kommt es sehr gelegen, wenn Andere die Drecksarbeit erledigen und Felder niedertrampeln. Dabei ließe sich durchaus ökologischer Landbau und Grüne Gentechnik gut miteinander verbinden. Aber man will eben nicht – Basta!

    Gute Artikel und aktuellste Informationen zur Grünen Gentechnik lassen sich hier finden:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.ph…landwirtschaft/

    http://www.gruenevernunft.de/

    http://www.transgen.de/home/

    Beste Grüße B.

  2. Perlita schreibt:

    daß monsanto im fokus steht ist irgendwie klar. ist ein US-amerikanischer konzern. sicher lotet banzhaf schon aus, wie viel millionen er mit klagen gegen monsanto machen kann, von der tabak industrie ist nämlich nix mehr, von der fast food und pharma industrie noch nichts zu holen.

    ansonsten stimme ich bibliothekar zu, es geht hier primär gegen alles industrielle. ich nehme nochmal bezug auf den kampf gegen tabak, eindrucksvoll in der vergangenheit aufgenommen mit WHO und FCTC.

    hätte es diesen von medien- und PR agenturen ausgeklügelten „siegeszug“ gegen die böse tabakmafia nicht gegeben – ich bin mir sicher, hätten selbst ernannte welten- und verbraucherschützer einen wesentlich schwächeren stand.

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