Klimawandel, Nein Danke?

Nachdem das Deutschandradio erst kürzlich den Klimawandel als Ursache der Plattentektonik entdeckt hatte, nun eine Glosse mit dem Titel „Klimawandel? Nein Danke.„, mit der die Autoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu eindrucksvoll demonstrieren, dass man Bücher nicht lesen muss, wenn die nicht ins eigene Weltbild passen, um deren Autoren zu verdammen. Hätten sie das Buch „Die Kalte Sonne“ von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning gelesen, hätten sie sich ein paar wirklich blöde Fehler ersparen können. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Autoren für ihre herausragende Demonstration von „Glaube braucht kein Wissen“.

Zunächst einmal gilt es zu klären, worum es in der Debatte um den anthropogenen Klimawandel und in dem Buch „Die Kalte Sonne“ eigentlich geht:

  • Es geht nicht darum, ob sich das Klima wandelt: selbstverständlich tut es das. Das Klima ist immer im Wandel. Kein Skeptiker behauptet ernsthaft, das Klima würde sich nicht wandeln, der Gegenteil davon ist der Fall. Daher sind Unterstellungen, Skeptiker würden den „Klimawandel leugnen“ unredlich und schäbig.
  • Es geht nicht darum, ob sich der CO2-Gehalt in der Atmosphäre erhöht hat: das ist definitiv der Fall und wird auch nicht bestritten.
  • Es geht nicht darum, ob der Mensch der Grund für den erhöhten CO2-Gehalt der Atmosphäre ist: das ist ebenfalls unbestritten.
  • Es geht nicht darum, ob eine Erhöhung des CO2-Gehalts zu einer Erwärmung der Atmosphäre beiträgt: das ist physikalisch nachweisbar der Fall und wird auch nicht bestritten.

Worum geht es eigentlich?

  • Es geht darum, wieviel das zusätzliche CO2 in der Atmosphäre zu einer Erwärmung beiträgt. Ohne atmosphärische Feedbackmechanismen, da ist sich die Fachwelt einig, führt eine Verdoppelung des CO2-Gehalts der Atmosphäre zu einer Temperaturerhöhung von ca. 1°C. Das alleine ist kein Grund zur Sorge. Erst bei den atmosphärischen Feedbackmechanismen gehen die Meinungen auseinander. Die IPCC-Seite behauptet, der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre führe zu einer Verstärkung des Erwärmungseffekts des CO2 um mehr als das dreifache, während die skeptische Seite behauptet, dass die Atmosphäre den Effekt eher dämpft und das daher die Wirkung des zusätzlichen CO2 nur etwa bei 60% liegt. Tatsache ist: man weiß es nicht, da man diesen Effekt nicht messen kann, aber es gibt Indizien die hinweisen, dass die skeptische Seite auch hier Recht behalten könnte.

Zu welchem Ergebnis die Forschung auch immer kommen wird, erst die Annahme, dass ein Klimawandel zu katastrophalen Folgen für die Menschheit führe, macht ein Handeln notwendig. Selbst das ist nicht erwiesen. Darum geht es auch nicht. In den Augen einer selbsternannte Elite, die für Sich in Anspruch nimmt „Volkes Wille“ zu kennen und zu vertreten, ist jegliche Kritik am Dogma des anthropogenen, katastrophalen Klimawandel nur von der Öl- und Energieindustrie bezahlt Propaganda reaktionärer Kräfte, die dem Weg in eine ökosozialistische Gesellschaft sabotieren. Daher kommt es zu solchen Ausfällen, Kritiker/Skeptiker als „Leugner“ zu diffamieren. Neu ist, dass nun auch Verlage, die nur aus der Hoffnung auf „satte Gewinne“ die „Doktrin der Klimalüge“ verbreiten, in die Schusslinie der Klimainquisition geraten.

Für Vollborn und Georgescu spielt die Industrie offenbar keine Rolle.

Auch die Versorgung aller Haushalte mit Solarstrom lässt sich bundesweit realisieren – eine Fläche von 3000 Quadratkilometern Sonnenkollektoren reichte aus, um Deutschlands Stromversorgung zu decken. Zusammen mit Windkraftanlagen und Geothermie könnte die gesamte Republik ihre Energie aus regenerativen Quellen gewinnen. Und das ohne Einschränkung von Mobilität und Lebensqualität.

… und industrieller Produktion? Erst wenn das letzte Kraftwerk abgestellt wurde, werden diese Idealisten merken, dass bei Windstille nachts die Sonne nicht scheint, wenn sie im dunkeln sitzen.

Am Ende wird wieder „mehr gelebte Demokratie“ gefordert, was, wenn man es aus dem Linkssprech nach Deutsch übersetzt, nichts anderes bedeutet, als dass eine linke pressure group eine kleine, dafür umso lautere, Minderheit organisiert, die wie bei Stuttgart 21 („Solar 21“) erfolgreich den Eindruck verbreiten soll, „Volkes Wille“ zu demonstrieren, um Druck auf eine demokratisch Gewählte Regierung auszuüben. Was daran demokratisch sein soll, erschließt sich mir nicht.

Alles in Allem ein Artikel, typisch für unseren milliardenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und leider Mainstream, auch wenn die Autoren anderes implizieren.

Dieser Beitrag wurde unter Öko-Industrieller Komplex, Ökologismus, Ökosozialistischer Komplex, Ökowahn, Energie, Klima, Klimawandel abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.