Kirche des ökologischen Glaubens

Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen – und manches schadet ihr sogar.

Die Deutschen sind ein tiefgläubiges Volk, da sollte man sich von der schwindenden Einschreibungsbereitschaft bei den beiden christlichen Glaubensgemeinschaften nicht täuschen lassen. Die eigentliche Staatsreligion in Deutschland ist der Ökologismus. Der Glaube an den Umweltschutz verbindet alle Schichten und Generationen, diese Kirche ist immer voll.

Kein anderes Volk auf Gottes Erden trennt so hingebungsvoll seinen Müll, spart so fleißig am Wasser und bemüht sich überhaupt so leidenschaftlich, ein ökologisch vorbildliches Leben zu führen. Nur in Deutschland können zwei Libellen bei der Eiablage den Ausbau eines Flughafens und einige Juchtenkäfer im Park den Neubau des Stuttgarter Bahnhofs verzögern. Wenn es um die Rettung der Umwelt geht, lassen wir uns von niemanden etwas vormachen. Oder wie es mein Kollege Alexander Neubacher in seinem wunderbaren Buch „Ökofimmel“ schreibt, das dieser Tage erscheint: „Früher hat Deutschland seinen Nachbarn den Krieg erklärt, heute, wie sie aus der Atomkraft herauskommen.“

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